25.02.2026

Biogas aus Bananenschalen: Wie Mist zu Energie wird

In Österreich gibt es etwa 300 Biogasanlagen. In diesen Anlagen werden organische Reststoffe wie Biomüll, Abwasser, Gülle oder Abfälle aus der Lebensmittelproduktion und der Holzwirtschaft unter Ausschluss von Sauerstoff und mithilfe von Mikroorganismen vergoren. Dabei entsteht Biogas, das zur Strom- und Wärmeproduktion verwendet oder nach der Reinigung als Biomethan ins Gasnetz eingespeist werden kann.

Organische Abfälle fallen überall an, egal ob in städtischen oder ländlichen Räumen. Die Nutzung dieser Abfälle ist daher ein wichtiger Baustein einer dekarbonisierten Energieversorgung, da sie die Kreislaufwirtschaft fördert und zusätzlich Emissionen reduziert, die bei der herkömmlichen Abfallverwertung deutlich höher ausfallen.

Allerdings eignen sich nicht alle Abfallstoffe gleichermaßen für die Biogasproduktion. Die Mikrobiologin Eva Maria Prem, PhD, befasst sich seit Jänner 2026 in ihrer Forschung mit dem Abbau von organischen Abfällen. Diese bestehen oft aus schwer abbaubaren Materialien oder gar Störstoffen, wie beispielsweise Ammoniak oder aromatischen Verbindungen, die im schlimmsten Fall toxisch auf die Mikroorganismen wirken können. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt können somit zu einer effizienteren Nutzung von Reststoffen in der Biogasproduktion beitragen und die Versorgung Österreichs mit nachhaltiger Energie fördern.

Mehr zum Forschungsprojekt und zur Funktionsweise einer Biogasanlage gibt es im Standard-Podcast „Edition Zukunft“.