Villach nimmt die größte Wasserstoff-Busflotte Österreichs in Betrieb. 35 ÖBB-Postbusse werden schrittweise in den Fahrplan integriert und mit grünem Wasserstoff aus der KELAG-Elektrolyseanlage in Arnoldstein versorgt. Eine neue H2-Tankstelle am Postbus-Standort Villach übernimmt die Betankung. Die Busse kommen im Raum Villach sowie im Drautal, Rosental und Gegendtal zum Einsatz. Dazu berichtete der ORF am 6. Mai 2026.
Für Kärntens Topografie wurden die Fahrzeuge speziell ausgelegt: Ein starker Zentralmotor mit bis zu 410 kW Spitzenleistung meistert Steigungen, große H2-Speicher ermöglichen Laufleistungen von teilweise 400 bis 500 Kilometern. Eine 117-kWh-Pufferbatterie hilft, den Verbrauch zu senken. Das ist ideal für lange Überlandprofile mit Gefällestrecken. Aktuell laufen sechs Busse im Probebetrieb. Jeder wird einmal täglich betankt und fasst rund 40 kg Wasserstoff. So sollen jährlich etwa zwei Millionen Kilometer auf Wasserstoffbasis gefahren werden.
Der neue Antrieb senkt Emissionen, reduziert Lärm und verbessert den Fahrkomfort durch gleichmäßige Beschleunigung. Ab Juni starten die Fahrzeuge in den regulären Linienbetrieb. Das Vorhaben ist Teil einer europäischen Wasserstoff-Modellregion und wird mit knapp 30 Millionen Euro bei Gesamtkosten von rund 40 Millionen Euro gefördert.